Widmung. 
Meinen geliebten Eltern 
in kindlicher Verehrung. 
Es zieht vor mir ein Nebelbild vorüber, 
Der heil'gen Kindheit ſchöner Morgentraum! 
Ich ſeh' im Geiſt die wohnlich traute Stube, 
Im Vaterhauſe mir der liebſte Naum! 
Dort ſtand das Sopha mit dem runden Tiſche, 
Darüber hing der Mutter holdes Bild, 
Sie ſelbſt, die Theure, ſaß in unſ'rem Kreiſe, 
Wenn ſie des Hauſes Pflichten froh erfüllt! 
Dort auf dem alten Lehnſtuhl an dem Ofen 
Lag der Papa behaglich ausgeſtreckt, 
Denn nach des Tages ſorgenſchwerer Mühe 
Die Ruhe wohl dem thät'gen Manne ſchmeckt. 
Hier am Klavier erklang der Schweſter Stimme, 
Die im Duekt mit mir ſich heiſer ſchrie, 
Indeß die jüng'ren mit den Eltern tändeln, 
Sich plaudernd ſchaukeln auf des Vaters Knie! 
Daneben ſaß die vielgeliebte Greiſin, 
Großmutter ſtrickt und lächelt freundlich hold! 
Der lange Bruder bringt die neuſte Zeitung: 
„Drin Könnt Ihr leſen, was Ihr glauben wollt!"
	        
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